Trotz schwierigem Umfeld hält Meier Tobler Kurs: Der Haustechnik-Spezialist verteidigt seinen Umsatz, gewinnt Marktanteile bei Wärmepumpen und schafft mit IT-Investitionen die Grundlage für künftiges Wachstum.


Redaktionelle Bearbeitung: Phase5


Die Meier Tobler Gruppe bewegt sich auch 2025 in einem fordernden Marktumfeld – und behauptet sich dennoch. Während der Schweizer Markt für Wärmepumpen erneut rückläufig war, gelang es dem Unternehmen, seine Position auszubauen. Die Integration des neuen ERP-Systems SAP S/4HANA sowie der Launch eines neuen e-Shops markieren dabei strategische Meilensteine. Das operative Ergebnis liegt unter dem Vorjahr – doch die digitale Infrastruktur ist bereit für den nächsten Effizienzschub.

Marktanteile gewonnen, Marge unter Druck

Der Umsatz blieb mit 496,6 Millionen Franken stabil. Insbesondere in einem schwächelnden Wärmepumpenmarkt ist dies ein Indikator für die wachsende Relevanz des Unternehmens im Schweizer Gebäudetechnikmarkt. Zwar verzeichnete Meier Tobler im vierten Quartal eine Margenschwäche, doch der Volumenmarkt wurde erfolgreich verteidigt.

Belastend wirkten sich Preis- und Produktemix-Effekte aus – auch regulatorische Faktoren, wie der Rückgang des Geschäfts mit Elektroboilern, spielten eine Rolle. Hinzu kamen Investitionen in die neue IT-Landschaft, die das EBITDA drückten.

SAP S/4HANA als Effizienzfaktor

Mit der Einführung des ERP-Systems SAP S/4HANA und dem neuen e-Shop modernisiert Meier Tobler zentrale Geschäftsprozesse. Die damit verbundenen Abschreibungen schlugen sich im Jahresergebnis nieder, die Effizienzgewinne dürften jedoch ab 2026 greifen.

Dividende gesichert, Aktienrückkauf pausiert

Trotz rückläufigem Konzerngewinn bleibt die Dividende stabil. Der Verwaltungsrat priorisiert Bilanzstabilität und verzichtet vorerst auf die nächste Tranche des Aktienrückkaufprogramms. Damit sichert das Unternehmen finanzielle Flexibilität in einem volatilen Marktumfeld.

Ausblick: Fokus auf Margenerholung und Klimaziele

Für 2026 zeigt sich Meier Tobler vorsichtig optimistisch. Mit dem Abschluss der IT-Grossinvestitionen soll die Margensituation verbessert werden. Im Fokus bleibt die Rolle als zentraler Akteur bei der energetischen Sanierung von Gebäuden – ein Thema, das angesichts der Klimaziele der Schweiz weiter an Bedeutung gewinnt.

 

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