Flexible Arbeitszeitmodelle bieten den Arbeitnehmenden die Möglichkeit ihren Arbeitsalltag flexibler zu gestalten und mit ihrem Privatleben besser zu vereinbaren. (Foto: iStock)

Moderne Arbeitszeitmodelle - Begriffe

In der Schweiz bewegt sich der Trend vermehrt in Richtung flexibles Arbeiten. Die klassischen 9-to-5-Jobs passen nicht mehr in die Vorstellung vieler Arbeitnehmer/innen und flexible Arbeitszeitmodelle sind begehrter denn je. Ein hohes Gehalt und weitere finanzielle Leistungen reichen oftmals nicht mehr aus, um als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden.

Flexible Arbeitszeitmodelle bieten den Arbeitnehmenden die Möglichkeit ihren Arbeitsalltag flexibler zu gestalten und mit ihrem Privatleben besser zu vereinbaren. Es gibt eine Menge verschiedener Arbeitszeitmodelle, von denen die wichtigsten anschliessend kurz beschrieben werden.

Um Fachkräfte langfristig an sich zu binden und neue Fachkräfte zu gewinnen, müssen sich die Unternehmen etwas einfallen lassen. Viele Arbeitnehmende wünschen sich flexiblere Arbeitszeiten oder ein reduziertes Pensum (Teilzeit). Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten:

Die 4- oder 4,5-Tage-Woche (Vollzeit): Durch eine Sondervereinbarung im Vertrag können Vollzeit arbeitende Mitarbeitende ihre Arbeitstage reduzieren, ohne dabei ihr Arbeitspensum zu mindern. Der Vorteil: Sie haben einen Tag oder einen halben Tag (4,5 Tage-Woche) zur freien Verfügung.

Schichtarbeit: In Betrieben mit grösserem Arbeitsumfang in der Werkstatt kann es sinnvoll sein, Schichtarbeit anzubieten. Auf diese Weise können Mitarbeitende, die sich mit dem Partner/der Partnerin die Kinderbetreuung oder Pflege von Angehörigen teilen, beispielsweise erst nachmittags mit der Arbeit beginnen, wenn der Partner/die Partnerin zuhause übernimmt.

Jobsharing (Teilzeit): Eine Vollzeitstelle lässt sich in zwei Teilzeitstellen aufteilen. Vorgesetzte, die eine Stelle zu vergeben haben, teilen hier die Stunden auf zwei Personen auf. Die beiden Mitarbeitenden arbeiten entweder nacheinander oder gleichzeitig, je nach Anforderungen des Jobs. 

Blockarbeitszeit: Bei der Blockarbeitszeit werden für verschiedene Phasen im Jahr unterschiedliche Wochenarbeitsstunden vereinbart. Dadurch können Arbeitsspitzen gut bedient und Phasen im Jahr mit weniger Arbeitsaufkommen von den Mitarbeitenden im Voraus geplant werden.

Wochen-, Monats- oder Jahresarbeitszeitkonten: Bei diesen sehr flexiblen Modellen wird eine Anzahl an zu leistenden Arbeitsstunden vorgegeben; innerhalb der gewählten Abrechnungsperiode (Woche, Monat, Jahr) muss auf dem Konto ein Ausgleich erreicht werden.

Gleitzeit: Bei der Gleitzeit können MitarbeiterInnen ihre Arbeitszeit weitgehend selbst bestimmen. In den meisten Fällen werden fixe Kernzeiten vom Unternehmen festgelegt: beispielsweise von 10 bis 15 Uhr.

Überblick über die Arbeitszeitmodelle

Leitfaden zur Schicht- und Nachtarbeit (Seco)

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