Im Rahmen des 30-jährigen Jubiläums der Organisation versammelten sich die Mitglieder der Gebäude-Netzwerk-Initiative (GNI) zu ihrer Generalversammlung in einer zugleich kollegialen und engagierten Atmosphäre. Zum Auftakt fasste Präsident Sven Kuonen den Zweck der Organisation zusammen: «Gipfel erreichen» und die Exzellenz der Gebäudeautomation in der Schweiz fördern.


Text: Pierre Schoeffel, Red. Bearbeitung: Phase5


Geschäftsführerin Tania Messerli freute sich über die rege Teilnahme an der GV – ein Zeichen für die Vitalität des Netzwerks und die Bedeutung, die der Vernetzung der Akteure der Branche beigemessen wird.

Mit Blick auf die Aktivitäten des vergangenen Jahres hob sie die Vielfalt der organisierten Veranstaltungen hervor – von technischen Fachtreffen über Besichtigungen bis hin zu offeneren Formaten, die unterschiedliche Berufsprofile zusammenbringen. Diese Dynamik zeugt von einem konstanten Willen zur Öffnung und zum Abbau von Silos – ein zentraler Bestandteil der DNA des Verbands.

Fachbuch als Referenz, Ausbildung, Kompetenzen

Ein Höhepunkt der Veranstaltung war die Präsentation des Fachbuchs zur Gebäudeautomation durch Olivier Steiger, Vizepräsident und Professor an der Hochschule Luzern. Das Werk ist das Ergebnis mehrjähriger Arbeit und wurde von verschiedenen Akteuren der Branche unterstützt. Es versteht sich als strukturierende Referenz für Fachleute. Es beleuchtet die technologischen Herausforderungen, die Prozesse sowie die Marktentwicklungen aus einer übergreifenden Perspektive und vermittelt zugleich eine kohärente Sicht auf ein sich stark wandelndes Fachgebiet.

Als Leiter der Arbeitsgruppe Ausbildung stellte Christian Schumacher das Kursangebot der GNI vor. Dieses wurde durch neue Module erweitert, in den Bereichen Cybersicherheit und Netzwerktechnologie sowie im Bereich künstliche Intelligenz in der Gebäudeautomation. Die Kurse sind sehr gut besucht und basieren in hohem Masse auf dem Engagement von Fachleuten, die als Referentinnen und Referenten ihr Wissen weitergeben.

Über das bestehende Angebot hinaus arbeitet der Verband daran, die Bildungswege transparenter zu gestalten und neue Formate zu entwickeln, um den wachsenden Anforderungen der Branche gerecht zu werden.

Bauherren: Fokus auf künstliche Intelligenz

Im Bereich der Arbeitsgruppe Bauherren hob Adrian Hausmann die Bedeutung eines integrierten Ansatzes hervor, der Technik, Prozesse und Betrieb miteinander verbindet. Zu den Höhepunkten des Jahres zählte die am Flughafen Zürich organisierte Veranstaltung zum Thema künstliche Intelligenz, die mit rund 100 Teilnehmenden auf grosses Interesse stiess.

Die Veranstaltung ermöglichte einen vertieften Einblick in konkrete Anwendungen der KI im Gebäudebetrieb und zeigte zugleich die Herausforderungen im Umgang mit Daten auf – insbesondere deren Erfassung, Strukturierung und Nutzung.

Rücktritt von Jürg Rykart

Seit 2015 Mitglied des Vorstandes der GNI, tritt Jürg Rykart von seinen auf Kommunikation und Medien ausgerichteten Funktionen zurück. Als Mitgründer von Medienart im Jahr 2016 hat er neben Domotech Fachmedien wie eTrends und Phase5 lanciert. Heute ist er politisch auf kommunaler Ebene engagiert und bleibt der Branche weiterhin verbunden.
Abschliessend ging Olivier Steiger auf die Arbeiten der Arbeitsgruppe Zukunft ein, die sich mit den künftigen Entwicklungen der Branche befasst. Im Fokus stehen insbesondere digitale Prozesse, Energiesysteme sowie die Integration künstlicher Intelligenz – mit dem Ziel, deren Auswirkungen auf die berufliche Praxis und die Positionierung des Verbands frühzeitig zu erkennen.

Ein Netzwerk im Zentrum der Kompetenz

Über die einzelnen Beiträge hinaus bestätigte diese Generalversammlung die zentrale Rolle der IRB/GNI als Plattform für Austausch und Reflexion. Der Verband vereint Unternehmen und Fachleute, die zusammen eine aussergewöhnliche Dichte an Wissen und Know-how im Bereich der Gebäudeautomation bilden. Durch den Austausch ihrer Erfahrungen und Kompetenzen tragen sie dazu bei, das Qualitätsniveau kontinuierlich zu steigern und die Entwicklung eines sich rasch wandelnden Sektors aktiv mitzugestalten.

Hier geht es zum Bericht über den KISPI-Rundgang.

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